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Bobby - Eine der schönsten Geschichten aus Edinburgh

23. Sept.
2 Min. Lesezeit

Eine der schönsten Geschichten aus der schottischen Hauptstadt ist zweifellos die von Greyfriars Bobby.

Auch wenn der Wahrheitsgehalt dieser Geschichte immer wieder – und wohl nicht ganz zu Unrecht – angezweifelt wird, bin ich in dieser Frage ganz bei meiner Hauptfigur Arthur, der unbeirrt daran glaubt. Denn in einer Welt, die zunehmend kälter zu werden droht, ist es wichtig, den Glauben an kleine Wunder nicht zu verlieren.


Wer durch Edinburgh spaziert, wird unweigerlich auf Bobby stoßen: als kleine Nippesfigur in den zahlreichen Souvenirläden, als Anstecker im Hard Rock Café oder – am bekanntesten – als Bronzefigur auf einem Brunnen am Ende der Candlemaker Row.

Wer es bis dorthin geschafft hat, sollte unbedingt auch den gegenüberliegenden Friedhof, den Greyfriars Kirkyard, besuchen und sich das liebevoll gepflegte Grab des Hundes ansehen.

Bobby, ein Skye Terrier, lebte Mitte des 19. Jahrhunderts. Sein Herrchen war der Polizist John Gray, der für die Sicherheit und Ordnung in seinem Viertel zuständig war. Ich stelle mir gern vor, wie die beiden ihre wohlverdiente Mittagspause im nahegelegenen Greyfriars Pub verbrachten und Bobby dabei selbstverständlich eine kleine Portion Haggis abbekam.

John Gray starb bereits im Alter von 43 Jahren und wurde auf dem Greyfriars Kirkyard beigesetzt.

Der Legende nach wich Bobby fortan nicht mehr von der Seite seines Herrchens und bewachte dessen Grab. Nur einmal am Tag soll er seinen Posten verlassen haben, wenn der Wirt des nahegelegenen Pubs ihm eine Mahlzeit vor die Tür stellte.

Vierzehn Jahre lang soll Bobby seinem Herrn die Treue gehalten haben, bis auch er im Alter von fast 16 Jahren starb. Seine außergewöhnliche Verbundenheit wurde gewürdigt: Man bestattete ihn heimlich auf dem Friedhof, und der schottische Hundeschutzverein ließ einen Grabstein für ihn errichten. Die Inschrift darauf ist wunderschön – und passt vielleicht gerade deshalb so gut in unsere heutige Zeit:

„Greyfriars Bobby, gestorben am 14. Januar 1872 im Alter von 16 Jahren. Lasst seine Treue und Hingabe uns allen eine Lehre sein.“

Kurz nach Bobbys Tod wurde eine lebensgroße Bronzestatue des Hundes aufgestellt. Vor einigen Jahren kam ein weiteres Denkmal vor der Kirche hinzu, welches bis heute liebevoll bepflanzt und gepflegt wird.

Irgendwie möchte man einfach nicht glauben, dass all dies lediglich ein Hoax gewesen sein soll, erdacht, um Touristen nach Edinburgh zu locken. Vielleicht ist es gerade dieser Zweifel, der die Geschichte so besonders macht. Denn manchmal sind es nicht die historischen Fakten, die eine Geschichte unsterblich machen, sondern das, was sie in uns auslöst.


Was aber jedoch der absoluten Wahrheit entspricht, ist die Tatsache, dass, reibt man an Bobby's Schnauze, man lebenslanges Glück hat. Wirklich!!

Also unbedingt vorbeischauen und dem Hund die Schnauze goldig rubbeln, wenn Ihr mal in Edinburgh seid.






Im zweiten Teil des Puppenhauses, der ausschließlich in Edinburgh spielt, wäre es für mich deshalb undenkbar gewesen, Bobby nicht auftreten zu lassen. Er übernimmt nur eine kleine Rolle – für Arthur allerdings eine ungeheuer wichtige.

Und am Ende wird alles gut.

Auch mit Bobby.

Versprochen!

 

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